In eigener Sache: Quellen, Datumsangaben und die Recherche-Pipeline
Redaktioneller Hinweis: Dieser Beitrag ist kein automatischer Lageartikel. Er wurde außerhalb der Recherche-Pipeline angelegt, um eine Korrektur am Arbeitsverfahren transparent zu machen.
Bei den Lageartikeln ist ein schwerer Fehler in der Behandlung von Quellen und Datumsangaben festgestellt worden. Die Seite muß bei Tagesmeldungen deutlich unterscheiden, wann ein Artikel veröffentlicht oder aktualisiert wurde — und wann er lediglich recherchiert oder abgerufen wurde.
Was geschehen ist
In der Recherche-Pipeline wurden Quellen zwar mit einem Datum versehen. Diese Angabe war jedoch zu ungenau. Das bisherige Format Datum: YYYY-MM-DD konnte mißverständlich wirken: Es war nicht eindeutig, ob damit das Veröffentlichungsdatum der Quelle, eine spätere Aktualisierung, der Abrufzeitpunkt oder der Recherchetag gemeint war.
Für eine tägliche Lage ist diese Unschärfe nicht hinnehmbar. Ein Beitrag, der für den aktuellen Tag bestimmt ist, darf nicht auf alten Quellen beruhen, die nur am Berichtstag erneut gefunden oder gelesen wurden. Primärquellen müssen das aktuelle Geschehen tragen; ältere Texte dürfen allenfalls als Hintergrund und dann getrennt ausgewiesen werden.
Was geändert wurde
Die Veröffentlichungssperre der Pipeline wurde verschärft. Das frühere, mehrdeutige Format wird nicht mehr akzeptiert:
Datum: YYYY-MM-DD
Zulässig sind künftig nur noch eindeutige Angaben:
Veröffentlicht: YYYY-MM-DD
Aktualisiert: YYYY-MM-DD
Primärquellen dürfen für die Lage am Morgen nur vom Berichtstag oder vom Vortag stammen. Ältere Quellen können weiterhin zur Einordnung, Erklärung oder Herleitung dienen, müssen dann aber als Sekundärquellen getrennt aufgeführt werden. Der Abruf- oder Recherchetag gilt ausdrücklich nicht als Quellen-Datum.
Was bereits korrigiert wurde
Der Artikel des heutigen Tages wurde neu geprüft und bereinigt. Ein Punkt, bei dem die sichtbare Veröffentlichung nicht in das zulässige Zeitfenster fiel, wurde entfernt. Die übrigen Quellenangaben wurden auf das neue eindeutige Format umgestellt.
Zusätzlich weist die technische Prüfung neue Beiträge ab, wenn Quellen nur mit einer bloßen Datumsangabe versehen sind oder wenn eine Primärquelle außerhalb des zulässigen Zeitfensters liegt.
Was weiter geschieht
Das Problem wird aktiv beobachtet. Die nächsten Veröffentlichungen werden besonders daraufhin geprüft, ob die Trennung zwischen Primär- und Sekundärquellen eingehalten wird und ob die Datumsangaben tatsächlich Veröffentlichungs- oder Aktualisierungsdaten der Quellen bezeichnen.
Für das kommende Wochenende ist ein Neubau der Recherche-Pipeline geplant. Dabei soll voraussichtlich ein anderes KI-Modell eingesetzt werden. Außerdem soll die Recherche stärker auf vorausgewählten Quellen beruhen, insbesondere auf RSS-Feeds geeigneter Primär- und Qualitätsquellen. Ziel ist, weniger breit und zufällig im offenen Netz zu suchen, dafür aber verläßlicher aus einem kontrollierten Quellenbestand zu arbeiten.
Zielbild
Die tägliche Lage soll weiterhin schnell erscheinen, aber nicht auf Kosten der Quellenklarheit. Künftig muß jeder Tagespunkt nachvollziehbar zeigen:
- welche Quelle die aktuelle Meldung trägt,
- wann diese Quelle veröffentlicht oder aktualisiert wurde,
- welche älteren Quellen nur der Einordnung dienen,
- und wo keine tagesaktuelle Entwicklung vorliegt.
Wo diese Anforderungen nicht erfüllt sind, soll kein Lagepunkt erscheinen. Eine Lücke im Bericht ist redlicher als eine alte Quelle im Gewand einer neuen Meldung.